Spiel, Spaß und jede Menge Arschlöcher im Aurora-Magazin (14. April 2018).


über das Internationale Theatertreffen 2017 in Klausenburg im Aurora-Magazin (17. Februar 2018).


über die Internationale Bukarester Theaterplattform 2017 im Aurora-Magazin (17. Januar 2018).


über das rumänische Nationaltheater-Festival 2017 im Aurora-Magazin (15. Dezember 2017).


über das Internationale Festival für das Junge Publikum 2017, Iasi, Rumänien, im Aurora-Magazin (23. November 2017).


Interview mit Thomas Perle: "Ich möchte den Frauen etwas zurückgeben in dieser männerdominierten (Theater-)Welt", in: Spiegelungen. Zeitschrift für Kultur und Geschichte Südosteuropas, S. 245 - 250, Heft 1.17 (IKGS, Verlag Friedrich Pustet, 2017).


über das Festival delle Colline Torinesi 2017, im Aurora-Magazin (5. Juli 2017).


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Nestroys "Coming Out of the Dark" in Schwechat
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Theater als politischer Verhandlungsort. Österreich / Rumänien - Kontexte und Beziehungen, in: Schreiben als Widerstand. Elfriede Jelinek & Herta Müller, Pia Janke & Teresa Kovacs (Hg.), S. 423 - 438, Praesens Verlag, 2017.

 


Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit (Übersetzung aus dem Rumänischen des Kurzstückes "Adevarul si numai adevarul" von Mihaela Michailov), in: Theater der Zeit, S. 69 - 70, Heft Nr. 3, März 2017.


über das rumänische Nationaltheater-Festival 2016 im Aurora-Magazin (13. Dezember 2016).


 Eine gefühlvolle Zeitreise in die Vergangenheit

  (2. Dezember 2016)

 

        „Tolle Location mit Wiener Schmankerln“ so die Bezeichnung des Cafés Benno im Internet. Kaum im urigen Lokal auf der Alser Straße 67 angekommen, denke ich mir, dass ich am falschen Ort bin. Ein Theaterstück hier aufzuführen, erscheint mir unmöglich. Doch dann entdecke ich den Partyraum im Keller. Im kleinen, intimen Zimmer sind etwa 25 Sessel aufgestellt. Und da ist tatsächlich auch eine Bühne: Ein mit rotem Samt ausgestattetes erhöhtes Podest, auf dem sich zwei Sessel und ein Tisch mit vielen Büchern befinden. Ein Teil eines Außengeländers – eine geschickte Andeutung an vergangene Zeiten – vervollständigt das „Bühnenbild“, das einer Malerei gleichkommt. Mit solch feinen Details überrascht Regisseur Thomas Perle schon vor Beginn der Aufführung

         Vita & Virginia heißt die einstündige Produktion des Vereins SpielBAR, die über die große Liebe zwischen Virginia Woolf und Vita Sackville-West erzählt. Denise Teipel – ihre Ähnlichkeit zu Virginia Woolf ist verblüffend – und Cristina Maria Ablinger entpuppen sich als Idealbesetzung. In der einfühlsamen Regie von Thomas Perle porträtieren sie beide Figuren präzise, prägnant, pointiert. Aus den detailgetreuen Kostümen lassen sich weitere wichtige Merkmale der guten Inszenierung ableiten. Brief für Brief schreiten die Schauspielerinnen voran in ihrer Beziehung, die zwei Jahrzehnte gedauert und einen starken Einfluss auf das Leben der beiden Frauen hinterlassen hat. Der nach Tagebüchern und Briefen entworfene Text von Eileen Atkins (Deutsch von Friederike Roth) beleuchtet die große Zuneigung – auch sexueller Natur – und gegenseitige Bewunderung, die die Freundschaft der zwei geprägt hat, ebenso wie die politische Situation im Europa des 19. Jahrhunderts. Zum gelungenen Abend tragen nicht zuletzt auch die Effektbeleuchtung und Soundtechnik bei. Großes Lob der Dame, die am Mischpult mitgewirkt hat (sie ist übrigens auch diejenige, die die Karten verkauft).

          Eine kleine aber feine Aufführung!


über das Internationale Theatertreffen 2016 in Klausenburg im Aurora-Magazin (2. November 2016).


über das Festival delle Colline Torinesi 2016, im Aurora-Magazin (5. September 2016).


Buchrezension zu Der Scheiterhaufen von György Dragomán im Aurora-Magazin (26. Juli 2016).


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Kraftvoll, imponierend und mit viel Spielspaß
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über das Festival für Neues Theater in Arad im Aurora-Magazin (20. Juni 2016).


über das Theaterlaboratorium Bukarest im Aurora-Magazin (12. Mai 2016).


über die Produktion Wahnsinnsfrauen des Grazer Theater Asou im Aurora-Magazin (5. März 2016).


über neue Publikationen der rumänischen Theaterszene im Aurora-Magazin (28. Januar 2016).


über das rumänische Nationaltheater-Festival 2015 im Aurora-Magazin (2. Dezember 2015).


über das Internationale Festival für das Junge Publikum 2015, Iasi, Rumänien, im Aurora-Magazin (2. November 2015) und im Observator Cultural (in rumänischer Sprache).


HAKOAH WIEN Ensemble (c) Lupi Spuma
HAKOAH WIEN Ensemble (c) Lupi Spuma

Die verbindende Kraft des Fußballs

(22. September 2015)

 

Drei grüne Tribünen, obenauf drei grüne Sessel. Dahinter eine grüne Wand mit weißen Markierungen: ein Teil eines Fußballfeldes, der auch als Projektionsfläche fungieren wird. Die darauf abgebildeten Zeichnungen dienen als Anweisungen zum Selberherrichten des Bühnenbildes für die Schauspieler sowie als dramatischer Erzählfaden für die Zuschauer. In Windeseile verwandeln sich Tribünen in Kisten, Tische oder Betten. Mit diesen einfachen Mitteln erzählt Yael Ronen die Geschichte des jungen Vizeleutnants Michael Fröhlich, der aus Israel nach Wien geflogen wird, um durch Vorträge das angeschlagene Bild seiner Heimat zu verteidigen. Doch es sollte anders kommen. Zumal er gleich beim ersten Auftritt Michaela Aftergut trifft, eine Österreicherin mit jüdischen Wurzeln, wie sich letztendlich herausstellen wird. Was die beiden miteinander verbindet, sind ihre Großeltern: Ein von Michaela gefundenes Foto deutet auf die Bekanntschaft zwischen ihrer Großmutter und Michaels Großvater, ein Spieler der legendären Fußballmannschaft des jüdischen Sportklubs Hakoah Wien, hin.

            Für beide beginnt nun eine Reise auf Identitäts- und Heimatsuche. Michael fühlt sich immer wohler in Wien und versucht, sich vor seiner Aufgabe zu drücken. Dabei verstößt er gegen die Ideale seines Großvaters, der während der Nazizeit nach Palästina emigrierte und zur Schaffung des israelischen Staates beitrug. Doch Michael gehört einer anderen Generation an. Wir fangen an, uns zu fragen, wie lange wir noch für eine Idee kämpfen sollen, sagt der Hauptdarsteller Michael Ronen während der Improvisationsübungen, von denen ein Teil im Programmheft abgedruckt ist. Denn der Text ist aus der Zusammenarbeit zwischen Regisseurin und Ensemblemitgliedern entstanden.

            Aber auch allgemeine Themen wie eine nicht funktionierende Ehe werden auf die Bühne gebracht. Während Michaela von ihren Identitätsfragen geplagt ist, schaut ihr Mann gelangweilt auf sein Mobiltelefon. Diese von einem Sport-Reporter kommentierte stumme Eheszene entpuppt sich als genialer Regieeinfall. Ein weiteres Problem ist, dass sich Michael in Michaela verliebt. Ideenreich, frisch und originell zeigt sich die Inszenierung, zumal Michael auf den Geist seines Großvaters trifft, der ihm hilfreiche Anweisungen zum Umgang mit Frauen gibt.

            Die teilweise auf Hebräisch gesprochene und mit deutschen Übertiteln versehene Produktion besticht durch ein einfaches, funktionelles Bühnenbild und eine geschlossene, sehr gute Ensembleleistung. Hierbei ist vor allem die glänzende Darbietung des Hauptdarstellers Michael Ronen (Bruder der Regisseurin) hervorzuheben. Nicht zuletzt tragen auch die auf die beiden Jahrhunderte perfekt abgestimmten Kostüme, für die Moria Zrachia verantwortlich zeichnet, zum Erfolg der Inszenierung bei.

            Diese erste Übernahme der neuen Volkstheater-Intendantin Anna Badora aus ihrer Grazer Direktionszeit wirkt spritzig, energiegeladen und humorvoll. Yael Ronen ist eine beachtliche Inszenierung gelungen. Nicht umsonst wurde die Produktion 2013 mit dem Nestroy für die beste Bundesländer-Aufführung ausgezeichnet. Dass der Saal zur Hälfte leer blieb, ist unerklärlich, umso mehr als der Zuschauerraum mit der neuen gehobenen Tribüne viel an Seh- und Hörpotential gewonnen hat. Ein kurzweiliger, genussreicher Abend, der von den anwesenden Zuschauern zu gutem Recht stark umjubelt wurde.


über die 43te Auflage der Biennale von Venedig, im Aurora-Magazin (2. September 2015) und in Orizont Nr. 8/2015 (in rumänischer Sprache)


über die Inszenierung von Marco Martinellis Wassergeräusche in Mons, Kulturhauptstadt Europas in 2015, im Aurora-Magazin (6. August 2015) und in Orizont Nr. 7/2015 (in rumänischer Sprache)


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Schwungvolles Potpourri bei den Schwechater Theaterg'schichten
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über die Wiener Theaterszene, in Hystrio,

weitere Artikel in der italienischen Theaterzeitschrift in Drukformat (Zusammenarbeit seit 2015).


über das Festival delle Colline Torinesi 2015, im Aurora-Magazin (1. Juli 2015).


über das Festival der rumänischen Dramatik 2015, im Aurora Magazin (29. Juni 2015),

weitere Artikel in der österreichischen Online-Kulturzeitschrift (Zusammenarbeit seit 2007).


über das rumänische Nationaltheater-Festival 2014 (in rumänischer Sprache), in Observator Cultural,

weitere Artikel in der rumänischen Kulturzeitschrift (Zusammenarbeit seit 2008).


über die Wiener Festwochen 2014 (in rumänischer Sprache), in Teatrul Azi,

weitere Artikel in der rumänischen Theaterzeitschrift in Druckformat (Zusammenarbeit seit 2009).


Die Exotik der Gegenwart (Theaterlandschaft Republik Moldau),

in Nachtkritik (August 2009).


Spiel mit dem Leben. Wie Rumänien das Theater neu entdeckt,

zweisprachiger Schwerpunkt im Aurora-Magazin (Dezember 2008).